Wir über uns


Das sind wir

Begonnen hat alles damit, dass es einige junge Männer gab, die sich zusammen fanden, um sich dem Theaterspiel zu widmen. Sie trafen sich im ehemaligen „Mohrs Garten“, den heute schon viele nicht mehr kennen. „Mohrs Garten“ befand sich an der Ecke der beiden Strassen Pellingerstraße/ Auf der Grafschaft. Auf der Bühne dieses Gartenlokals spielten die Männer Theater, wobei es leider nur noch wenige „Zeitzeugen“ gibt, die von diesen Auftritten erzählen können und so die Anfangszeiten des TV miterlebt haben.

Es gab eine Aufführung des Theaterstückes „Der Meisterboxer“, in dem die Brüder Bermes mitspielten. Sie hielten sich hinter der Bühne auf und warteten auf ihren Auftritt, sie warteten und warteten. Irgendwann kam ihnen diese Wartezeit doch merkwürdig und sie fragten nach. Was mussten sie erfahren? Der Spielleiter hatte drei Seiten im Textheft ausgelassen und dummerweise waren das gerade die Seiten, die ihren Auftritt enthielten.

Anfang der 1950iger Jahre fand ein Wettstreit zwischen verschiedenen Theatervereinen im Saarland statt. Man machte sich also auf die Reise dorthin, ein Anreiz neben den Wettbewerben waren die günstigen Preise im Saarland, insbesondere für Alkohol. Unsere Mitglieder- Wagner Hans, Bermes Nickel und Phillip und May Herbert- hatten beschlossen, dass die Gelegenheit günstig sei Alkohol mit zu bringen. Allerdings musste sie noch die Grenzkontrolle hinter sich bringen. Es gab also klare Anweisungen, die zu befolgen waren. Sobald sie sich der Grenze näherten musste sich Herbert May schlafend stellen. Der Zöllner fragte also: „Gibt’s was zu verzollen?“ Daraufhin meinte Bermes Nickel: „Nicht so laut, der Kleine (Herbert), schläft.“ Stolz auf ihre Lösung konnten sie dann unbehelligt ihre Fahrt nach Trier fortsetzen.

Besondere Leistungen im Lernen zeigte Anton Millard. Er lernte für seinen kurzen Auftritt – 2-3 Sätze- alles, aber auch wirklich alles, was in einem Textheft zu lesen ist. Wie man weiß dienen Regieanweisungen dem Spielablauf, man muss sie wissen, aber nicht erwähnen. Was geschah? Millard hatte seinen Auftritt, sprach seinen Text und es wurde ihm von Seiten der Spielleitung bedeutet, dass er von der Bühne abgehe sollte. Er verstand es aber so, dass er noch Text hatte, endlich fiel dieser ihm ein: „ Geht entsetzt ab.“

1967 begann Wolfgang Konder als Spielleiter. Er besaß den Ehrgeiz, dass während der Aufführung hochdeutsch gesprochen werden sollte. Er übte also mit Bärbel Ballmann das Wort „Buch“, für einen Nichttrierer eigentlich kein Problem, aber für einen Trierer war die Aussprache eine Herausforderung. Herr Konder half sich und Bärbel, in dem er den Text ändert und so die Rede von einem „Heft“ war.

Jahre später fand eine Aufführung des Märchens „Schneeweißchen und Rosenrot“ statt. In dieser Zeit lag der Bühnenbau überwiegend in der Hand der Schreinerei Alfred Adams. In einer Szene, die in einem Haus spielte, fiel dann, aus heiterem Himmel ein Fenster aus der Kulisse. Hilla Schwickerath rettete die Situation, in dem sie den Text kurzer Hand änderte und verkündete: „Jetzt haben die Einbrecher unser Fenster gestohlen.“

Diese wenigen Anekdoten sollen einen kurzen Blick auf die Vergangenheit des Theatervereins geben, ehe wir uns der jetzigen Zeit zu wenden.

Nach vielen erfolgreichen Jahren der Aufführungen von Grimms Märchen wagte man im Theaterverein die Umstellung von den „alten“ Märchen hin zu Kindertheaterstücken. Man entschloss sich aus zwei Gründen für diese Änderung; zum einen stellten wir fest, dass immer mehr Laienbühnen in der näheren Umgebung auf die bewährten Märchen umschwenkten, zum anderen dachte man, dass die Kinder der heutigen Zeit mit zeitgenössischer Literatur aufwachsen. Der Erfolg unseres Kindertheaters gab uns Recht: Wir führten mit über großem Erfolg in den letzten drei Jahren „Die kleine Hexe“ (2009), „ Eine Woche voller Sams“ (2010) und „Pippi Langstrumpf“ (2011) auf. Die Anfrage nach Karten für die Vorstellungen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Bekannt ist der Theaterverein hauptsächlich durch seine Kindertheatersaison, obwohl qualitativ genau so gut für die Erwachsenen Theater gespielt wird. Hier wurde in den letzten Jahren dem Wunsch von Aktiven entsprochen auf Stücke wie „ Der Meisterboxer“ (2007), „Die Biedermänner“ (2008) und „Die schwebende Jungfrau“ (2009) zurückzugreifen, die dem Theaterverein im Lauf seines Bestehens immer wieder zu gut gefüllten Vorstellungen verholfen haben.

Wir werden uns weiterhin bemühen unsere Zuschauer für eine gewisse Zeit aus dem Alltag hinaus in eine unterhaltsame Theaterwelt zu entführen.
Informationen zu Terminen finden Sie unter „Aktuelles“ auf dieser Seite.


Der Vorstand